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Wille, Unbewusstheit, Motivation. Der ethische Horizont des Husserl'schen Ich-Begriffs

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Wie oft werden wir uns erst nachträglich bewusst, dass ein unbemerktes Wollen schon lange Zeit unsere Einstellung bedingt hat? Können wir immer klar begreifen und äußern, was wir tatsächlich wollen? Auf welche Weise beeinflussen sowohl unsere Gewohnheiten als auch unsere persönliche Geschichte unsere neuen Entscheidungen? Und darüber hinaus, was genau zeichnet die Eigentümlichkeit eines echten Willensaktes, das heißt einer eigentlich freien Stellungnahme, aus? Solche und weitere, mit diesen verknüpfte Fragen stecken den Gegenstandsbereich der vorliegenden Arbeit ab und finden in Husserl beziehungsweise in seiner Phänomenologie eine fruchtbare Auseinandersetzung: Im Rahmen obiger Fragestellungen erwächst hierbei aus der Analyse der Beziehung zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Sphäre die Gelegenheit, die grundlegenden Dimensionen zu entdecken, welche Husserl dem Wesen und der ethischen Rolle des Ich zuschreibt. Die drei Termini im Titel – Wille, Unbewusstheit und Motivation – stellen die Kernpunkte der Untersuchung dar: Wille und Unbewusstheit bezeichnen die aktive respektive passive Lebensdimension; Motivation ist die Grundgesetzlichkeit des gesamten geistigen Lebens, die daher sowohl die aktive als auch die passive Stufe der Subjektivität umfasst.
Number of pages: 207
ISBN:9783899139525
Publication year:2012